Fahrt in die Wüste (Al Ain)
27.10.2006
Morgens um 10 Uhr fuhren wir mit dem Reisebus in Abu Dhabi los Richtung Al Ain in die Wüste. Auf dem Weg dorthin machten wir mehrer Zwischenstopps, um noch mehr das Land und seine Kultur kennen zu lernen.
Als erstes besichtigten wir einen Bazar. dort machten wir wieder eine Erfahrung mit der anderen Kultur und Glaubensrichtung. Es war ja Freitag – der einzige Feiertag in der Woche - und alle Händler waren beim Freitagsgebet in der Moschee. Somit schauten wir leere Marktstände an und fuhren weiter.
Der nächste Stopp war auf dem Kamelmarkt in Abu Obaida. Dort werden aber keine Rennkamele verkauft, sondern Dromedare, die die Beduinen als Fleisch- und Milchlieferanten sehr schätzen. Nachdem sich jeder die Kamele aus der Nähe angeschaut hat oder sich mit einem Kamel fotografieren ließ ging die Fahrt durch die Wüste weiter zu einer Oase. Dort erwartete uns ein Mittagessen in einem offen gehaltenen Restaurant. Für die Hungrigen aus dem Semester gab es ein leckeres Mittagessen, während der Rest im Schatten eine Wasserpfeife rauchte.

In der Vereinigten Arabischen Emiraten trifft man häufiger mitten in der Wüste grüne Stellen, auf denen Palmen oder andere Pflanzen wachsen, die regelmäßig Wasser brauchen. Auch an Stellen, an denen es von Natur aus kein – oder nur sehr wenig Wasser gibt.
Auf der Weiterfahrt schauten wir uns das Bewässerungssystem einer Palmenplantage an, die dort nicht exstieren könnte, wenn sie nicht regelmäßig bewässert werden würde. Durch ausgehobene Kanäle wird in gewissen zeitlichen Abständen Wasser geleitet, das durch mehrere Öffnungen in der Rinne ausströmen kann um sich auf der Erde zwischen den Palmen zu verteilen und diese zu bewässern.

Nach der Palmenplantage ging die Tour mit dem Bus weiter nach Al Ain. Von der Oasenstadt mitten in der Wüste konnten wir uns bei der Durchfahrt mit dem Bus ein Bild machen.
Al Ain ist eine Stadt mit rund 400.000 Einwohnern. Am Fuße des Berges Jebel Hafit (1340m) gelegen findet man dort üppige Gärten, mehrere Dutzend Parks und eine Vielzahl von Gewächshäusern. Die großen Boulevards, die sich durch die ganze Stadt ziehen sind mit Blumen und Palmen bepflanzt. Al Ain ist der Geburtstort des Sheikh Zayed und als Stadt zum Vorzeigeobjekt avanciert.
In öffentlichen Gebäuden und Hotels bekommt man eine Schale Datteln und frisches Quellwasser gereicht, als Erinnerung an die 70er-Jahre , als Al Ain aus einer Handvoll zur Buraimi-Oase gehörenden Dörfern bestand, die sich um die Süßwasserquellen gruppierten und deren Bewohner von den Erträgen der Dattelpalmen lebten. Mit Datteln und einem frischen Getränk wurden wir auch in dem Hotel auf dem Berg Jebel Hafit empfangen, in dem wir gegen 17 Uhr ankamen.

Die erste Reaktion auf die Hitze, der wir den ganzen Tag lang ausgesetzt waren, war die Abkühlung im Pool des Hotels. Nach dem Essen im Hotel klang der Abend gemütlich bei einer Wasserpfeife, mit Minigolfspielen und einem schönen Blick bei Nacht auf die Stadt Al Ain aus.
